
Verbindungen
Besser als ihr Ruf

Warum gibt es wohl seit über 200 Jahren Verbindungen von Studenten in Deutschland und warum haben praktisch alle westlich geprägten Nationen diese Art des gemeinsamen Studierens übernommen?
Die Antwort ist seit je her die gleiche: weil studieren in einer Gemeinschaft mehr Freude macht und man Dinge für das (Berufs-) Leben lernt, die das Studium nicht vermitteln kann.

Corps, Landsmannschaften und Turnerschaften sind die ältesten Verbindungen und machen 30-35% der Bünder in Deutschland aus. Genauso wie die Burschenschaften (15-20%) haben sie traditionelle Bräuche. Weiters gibt es katholische Verbindungen (CV, KV etc.) die ähnliche Gebräuche wie die erste Gruppe haben, aber ein eher christliches Werteverständnis leben. Sie machen 25-30% der Bünder aus.
Und zuletzt gibt es eine Vielzahl von Sängerschaften, Damenverbindungen und gemischten Verbindungen, die die bunte Welt der Studentenverbindungen abrunden und bereichern.

Verbindungen haben einen unbestreitbaren Nutzen: Ältere Studenten geben ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiter. Häufig entstehen Freundschaften, die ein Leben lang halten. Ehemalige Studenten können als Mentoren für die jungen Studenten agieren. Man lernt Verantwortung für Ämter zu übernehmen. Man praktiziert Demokratie in Reinkultur. Der Grad an interessanten Erlebnissen und Erfahrungen ist sehr hoch. 1 + 1 = 25.
